Von oben beobachtet

Unter Beobachtung
Nachdem der Morgen trüb und regnerisch war, beschlossen wir nach dem Mittag uns trotzdem auf den Weg zu machen. Die grauen Wolken hellten auf und die durch die wenigen Löcher in der Wolkendecke strahlte bald die Sonne hindurch. Nur zu Beginn gab es noch einige Regentropfen, aber mit der Jacke waren wir ja eh gut geschützt. Die Pfade sind nach dem Regen etwas glitschig und das nasse Laub macht es auch nicht einfacher, so muss man schon gut schauen, wo man hintritt. Eine nasse Wurzel könnte einem schnell zum Stolpern oder sogar Stürzen bringen. So hatten wir gar nicht bemerkt, dass wir da von oben schon eine ganze Weile beobachtet wurden. Die zwei Langohren blickten interessiert nach unten, was die Wanderer da bei dieser sehr einsamen Wiese wohl suchen. Doch so überaus gross war das Interesse offenbar doch nicht, sie bewegten sich jedenfalls kaum von ihrem Beobachtungsplatz und wandten sich dann ab. Wir taten es ihnen gleich und setzten unseren Weg fort.

Etwas länger unterwegs

panorama
panorama
Panorama mit Weitblick
Heute musste ich dringend etwas länger unterwegs sein, denn am Morgen drohte mir wirklich die Decke auf den Kopf zu fallen. In dieser komischen Zeit, wo einem die Medien ständig mit schlechten Nachrichten und ewigem Alarmismus auf Trab halten wollen, musste ich mich entziehen und entrinnen können. In dieser geballten Form will ich das nicht weiter auf mich wirken lassen. In einem solchen Moment muss ich raus in die Natur, muss wieder den Wind spüren und Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht wahrnehmen können. Ich muss wieder einen Weitblick haben können, weg von Bildschirm und Tastatur. Das Wetter war nicht so strahlend, wie an den beiden letzten Tagen, aber auch so passte es perfekt und ich konnte wieder durchatmend und das Panorama geniessen, eine Weile auf dem Bank sitzen und einfach nur hier sein. Ich musste mir wieder einmal selber daran erinnern, die Prioritäten doch nicht am falschen Ort zu setzen. Die Wanderung war sehr schön und erholsam – hoffentlich wirkt sie etwas nach…

Auf goldenen Wegen

goldgelb
goldgelb
Goldiger Weg
Auch heute lag auf am Morgen über 2000 m.ü.M. eine zähe Nebelschicht. Der Blick auf die Webcam im Skigebiet zeigte das ganz sehr genau. Aber gegen Mittag war die Sonne doch stärker und es wurde ganz schnell viel heller und die Sonne leuchtete bald auch bei uns. Da konnten wir nicht lange sitzen bleiben und die Alltagsarbeiten verrichten. In solchen Momenten hält uns nichts mehr und wir ziehen möglichst schnell die Wanderschuhe an. Die Farben der Bäume und Büsche sind nun an verschiedenen Orten sehr intensiv und werden vom Sonnenlicht noch verstärkt. Der blaue Himmel gibt noch denn entsprechenden Kontrast dazu. Der Fotoapparat kann das gar nicht wirklich so leuchtend wiedergeben – wie so oft, das muss man in der Natur mit eigenen Augen sehen können. Auch wenn am Morgen der Rasen bereits mit Reif bedeckt war, mit der Sonne wurde es angenehm warm und die kleine Wanderung wurde wieder einmal – wie fast immer – zu einem wunderbaren Erlebnis. Und dies wird in dieser komischen Zeit mit so viel Hektik und Hysterie immer nötiger.

Reiche Farbpalette

bunterweg
bunterweg
Jeden Tag mehr Farbe
Jetzt ist es soweit – jeden Tag werden die Wege, die wir gehen, leuchtender und bunter – gelbe, orange, rote, violette Blätter und dazu der strahlend blaue Himmel – fast wie auf dem Tourismusprospekt. Sobald sich die Sonne zeigt, werden die Farben noch viel intensiver – es scheint fast, als möchte die Natur unsere Augen mit den warmen Farben verwöhnen. Auf dem heutigen Marsch bin ich mehrmals gestolpert, weil ich nicht auf den Weg geachtet, sondern die Bäume, Büsche und Reben bestaunt habe. Man sollte das wohl besser im Stehen tun, weil ein paar Wege, die wir heute gewandert sich, sehr schmal sind und da wäre ein Sturz etwas problematisch. Ja, der Herbst gibt nun alles und versucht vielleicht, ein bisschen Gegengewicht gegen die trüben Alltagsgedanken zu bieten.

Auf dem bunten Weg

weg
weg
Bunter Weg
Nach der Wetterprognose hätte man es eigentlich nicht genau so erwarten können, aber der heutige Tag war wunderschön und die Fernsicht ausgezeichnet. Auch die Temperatur war angenehm, wenn man sich bewegte. Nur hin und wieder gab es ein paar kalte Windstösse. Die vielen Details in der Ferne waren sehr gut zu erkennen und für die benachbarten Gipfel wurden wieder einmal die Namen aus dem Gedächtnis aufgefrischt. Auch die herbstlichen Farben leuchteten besonders klar und kräftig. In der Umgebung des Weges auf dem Bild, der ziemlich steil nach unten führt,  herrscht die Farbe grün zwar immer noch vor, aber es ist doch klar zu erkennen, in welcher Jahreszeit wir nun angekommen sind. Solche Herbsttage wünschen wir uns noch ein paar – die goldgelben Lärchen etwas weiter oben wollen wir dann auch noch bestaunen können – zwar wie jedes Jahr, aber immer wieder grossartig.

Es wird immer bunter

Es wird bunter
Heute ist es uns auf unserer kleinen Wanderung ins einsame und so ruhige Tal aufgefallen – die Bäume und Büsche bekommen ganz langsam aber deutlich sichtbar ihre herbstlichen Farben. Es gibt schon verschiedene Gelbtöne, aber es leuchtet auch bereits orange und rot. Das wird sich jetzt dann wohl sehr schnell noch verstärken. Und ganz oben glänzt schon der Schnee, der vor ein paar Tagen gefallen ist und  offensichtlich nicht mehr weggehen will, obwohl wir erst am Anfang des Monats Oktober stehen. Es ist ja für das Wochenende wieder eine Kaltfront angesagt, da wird es vielleicht sogar noch etwas davon mehr geben. Der schöne Weg der Suone entlang war wie immer wunderschön und abwechslungsreich, obwohl wir uns hier ja ganz gut auskennen. Auch war offenbar niemand anders unterwegs, wir waren ganz alleine auf dem schmalen Weg bergwärts. Solche Momente empfinden wir immer wieder als Meditation mitten in der Natur – wirklich Balsam für die Seele.

Nebelwanderung mit Begegnungen

Schafe im Nebel

Am Morgen sah es nicht wirklich so aus, als würden wir uns während dem Tag irgendwann auf den Weg machen. Das Haus war in dicken Nebel eingehüllt und es regnete ununterbrochen. Dies versprach eher, dass es ein grauer Tag zu werden könnte, an dem man kaum nach draussen geht. Doch gegen Mittag klarte es ein bisschen auf und wir beschlossen dann doch, noch ein paar Schritte zu wagen. So einen ganzen Tag an der Wärme drinnen zu sein, ist uns eigentlich gar nicht so angenehm. Etwas Bewegung, und das möglichst draussen, gehört einfach zu einem Tagesablauf. So beschlossen wir dann, uns doch aufzubrechen. Aber schon nach kurzem Anstieg waren wir wieder im Nebel. Wir kennen die Wege unterdessen gut, so machte uns die eingeschränkte Sicht keine Probleme, wir sollten uns also kaum irgendwo verlieren. Auch den Schwarzkopfschafen auf der Wiese schien das Wetter nicht viel auszumachen, sie schauten viel mehr interessiert diesen zwei einsamen Wanderern zu. Auf der unteren Wiese mit Pferden und einem Esel wurden wir nur ganz kurz beobachtet und die Tiere wandten sich schnell wieder dem Fressen zu. Unterdessen sind wir auch wieder zu Hause und bald gibts auch bei uns etwas auf den Tisch.

Der Herbst kommt bald

Herbstzeitlose
Herbstzeitlose
Der Herbst kommt bald
Obwohl zur Zeit immer noch hochsommerliche Temperaturen bis fast 30°C herrschen und die Aufstiege beim Wandern immer noch sehr schweisstreibend sind, haben wir trotzdem heute viele Felder gefunden, wo die Herbstzeitlosen nun doch schon blühen und so den baldigen Herbst ankündigen. Schon vor ein paar Wochen gab es hie und da einzelne Exemplare. Aber an einem Ort heute war die Weise über eine grosse Fläche in einen violettes Schimmer getaucht, es war wunderschön anzusehen. Auch im eigenen Garten haben wir auf der Magerwiese schon ein paar Exemplare angetroffen. So wie ich gelesen habe, hat die überaus giftige Pflanze noch viele andere Trivialnamen und die Bezeichnung „Herbstzeitlose“ besagt, dass der Herbst vorausgesagt würde – ihre Blütezeit am Ende des Sommers macht da den Zusammenhang klar. Wenn auch sehr giftig für Mensch und viele Tiere, anzusehen ist sie jedenfalls sehr hübsch.

Wunderschöne Ausblicke

So viel Aussicht
Heute waren wir auf einer  Roundtour, die wir zwar gut kennen, aber doch schon eine ganze Weile nicht mehr gegangen sind. Wir konnten uns nicht mehr genau erinnern, wann das war. Letzten Herbst – letzten Sommer? Oh, das spielt ja eigentlich keine Rolle, die Wetterbedingungen waren perfekt für heute. Zwar waren ein paar Cumuli über den Gipfeln angekündigt, aber ohne Gewittergefahr – ein sehr wichtiger Faktor. Der Aufstieg ist teilweise ziemlich steil und  obwohl wir nicht all zu spät gestartet waren, floss der Schweiss schon fast in Strömen. Leider wird dieser Wanderweg nun auch von Moutaincards, Mountain-Trottinetts und Mountainbikes für die Abfahrt benutzt – der Wanderer soll bitte aufpassen. Die Leute lassen sich durch die Seilbahn nach oben gondeln und fahren dann diesen Weg runter. Da hat man als Wanderer gar keine andere Möglichkeit, als zur Seite zu treten, wenn ein solchen Gefährt runterbraust. Zum Glück konnten wir dann diesen Weg verlassen und die Natur mit einer wundervollen Aussicht mehr oder weniger ungestört geniessen. Der Weg hatte noch verschiedene Überraschungen für uns bereit – so kommt es halt, wenn man schon eine Weile nicht mehr vor Ort war.

Die fleissige Bienen

Viel Flugbetrieb beim Bienenhaus
Heute haben wir wieder mal eine etwas längere Wanderung unter die Füsse genommen, das Wetter war ja ideal dazu. Zu Beginn stieg es ziemlich steil bergan und obwohl der Weg meistens im Wald verlief, kamen wir tüchtig ins Schwitzen. Auf einer Waldlichtung erblickten wir ein einsamen Bienenstock. Davor schwirrte es aber sehr beschäftigt und die Lichtung gibt den Bienen offenbar genug Möglichkeiteen, ihren Nektar zu finden. Das gibt dann sicher diesen berühmten Waldhonig. Der Anstieg war da aber noch nicht zu Ende, doch bald kamen wir „oben“ an. Das meint den Verlauf einer Suone, der wir dann in der Fliessrichtung nach unten folgten. Diese Wege sind sehr angenehm zu gehen, sie liegen auf dieser Höhe meistens im Wald und das Plätschern oder leise Rauschen auf der Seite gibt einem den Eindruck, es wäre hier oben schön kühl. Nach einigen Kilometern verliessen wir den lieblichen Weg und machten uns dann auf den Abstieg. Bald gibts Abendessen – da werden alle wohl sehr hungrig sein.