Zum Wasser hin

Kröte am Teich
Auch heute sind wir auf unserer kleinen Wanderung den vielen Zeichen des Frühlings begegnet. Eigentlich hatte ich einen Weidestrauch mit seinen silbernen Weidekätzchen (Wydebüsseli auf Schweizerdeutsch) für ein paar Fotos gesucht, aber auf ganzen Weg über Felder und durch kleine Wälder nirgends gefunden. Vielleicht ist es noch zu früh oder wir haben einfach nicht richtig geschaut. So erfreuten wir uns an der farbigen Blütenpracht der verschiedenen Frühlingsblumen an auch ganz ungewohnten Stellen. Beim grossen Teich sprang mir plötzlich eine braun-rote Kröte über den Weg. Sie suchte den Weg durch die nun schon sehr trockenen Uferpflanzen zum Wasser. Ich musste mich beeilen und meinen Fotoapparat zücken. Bevor er ins kalte Nass – das Wintereis ist jetzt geschmolzen – hüpfte, konnte ich noch schnell ein Bild machen.

Warten auf den Frühling

Warten auf den Frühling
An vielen Orten links und rechts des Weges beginnt es zu grünen, die Wiesen bekommen langsam einen etwas intensiveren Farbton gegenüber dem braun-grau des Winters. Huflattich, Primel, Krokusse und Schlüsselblumen sind jeden Tag mehr zu finden und sie bringen nochmals einen anderen, einen bunten Farbton in die Landschaft. Doch die Bäume und Büsche müssen sich noch etwas gedulden, zur Zeit herrschen auch ziemlich tiefe Temperaturen und in der Nacht gibt es sogar Frost. Doch wenn man die Äste von Nahem betrachtet, wird bald klar, dass es nicht mehr sehr lange gehen kann – die Triebe sind bereit und ein paar schöne und warme Tage werden da bestimmt nachhelfen, dass sie ausbrechen. Dann wird der Frühling auch auf dieser Höhe noch deutlicher sichtbar. Die Bilder der Natur sind zur Zeit ja sehr wichtig – schön, wenn man noch unterwegs sein kann.

Alles fliesst

Alles fliesst
Unterdessen ist an vielen Orten der Schnee geschmolzen und man findet nur noch selten ein paar Schneeflächen auf dieser Höhe, auf der wir heute unterwegs waren. Dafür führen die Bäche und Suonen jetzt viel Wasser und es rauscht und tost überall. Es ist sehr entspannend, diesen Wasserläufen entlang zu gehen und den verschiedenen Geräuschen zuzuhören. In dieser schwierigen Zeit ist es doch äusserst wichtig, zwischen hinein den Kopf wieder lüften zu können und auf andere Gedanken zu kommen. Wenn dann auch noch der Sonnenschein mitmacht, um so besser. Alles fliesst – hoffen wir auf die Zeit „danach“ und dass dies nicht in all zu langer Zukunft liegt.

Raus an die Sonne

Sonnige Wanderung
Das wunderschöne sonnige und bereits warme Wetter heute lockte uns trotz allem aus dem Haus und wir durchstreiften die Natur fast 3 Stunden. Der Frühling ist jetzt überall dominant, ein paar weisse Flecken haben wir aber an schattigen Orten noch gefunden. Das Eis auf dem Teich wehrt sich noch, bis es dann bald ganz geschmolzen ist. Entgegen den Erwartungen waren wir praktisch alleine unterwegs. Da man beim Treffen auf andere Wanderer nicht stehen bleibt und höchstens einen kurzen Gruss von weitem (mind. 2 Meter) wechselt, scheint mir das in der momentanen Situation ja auch kein Problem zu sein. Auf dem Rückweg haben wir dann noch einen neuen Weg oder besser, eine neue Abkürzung gefunden, die zwar sehr steil den Hang hinunter führt. Dank dem Kartenstudium von gestern war es gut zu finden. So kann man nämlich die langweilige Strasse, die auch jetzt noch öfters von Autos befahren wird, umgehen und ist viel schneller beim Haus.

Tauwetter hat eingesetzt

Tauwetter
Gestern noch lang anhaltender Schneefall und Nebel, heute dagegen nun purer Sonnenschein, blauer Himmel und Temperaturen weit über 10 °C. So schnell kann sich das Wetter im März hier oben ändern. Das Tauwetter hat eingesetzt und der Schnee schmilzt sehr schnell und hinterlässt viel Wasser mit grosse Pfützen und kleinen Bächen. Diese suchen sich überall einen Weg nach unten und viele Pfade sind jetzt völlig unter Wasser gesetzt. Da muss man sich seinen Route schon gut wählen, um nicht völlig nasse Schuhe zu kriegen. Und die nächsten paar Tage soll die Temperatur immer noch hoch bleiben – da wird von der weissen Pracht bald nichts mehr übrig bleiben. Die Frühlingsblumen werden also bald wieder für farbige Tupfer in den braun-grünen Wiesen sorgen.

Nebelwanderung

Nebel
Nebel
Im Nebel und Schneegestöber
Es ist wie immer – draussen ist das Wetter nicht wirklich schön und man hat enorm viel Mühe, sich von der warmen Stube zu verabschieden und sich auf den Weg zu machen. Doch wenn man dann mal unterwegs ist, wandelt sich alles und es wird der besonderen Situation entsprechend sehr schön. Auch die heutige Nebelwanderung im Schnee war einzigartig. Man sah nicht wirklich weit. Die etwas weiter entfernten Bäume und Büsche verschwammen im weissen Nebelschleier und darum zeichnete die Nähe um so stärker.  Ich versuchte die Stimmung mit der ganz einfachen Kamera einzufangen. Mit der teuren Kamera, die heute nicht dabei war, wäre das wohl viel besser gelungen. Es war ein eindrücklicher Nachmittag in einer eigentlich bekannten Umgebung wieder mit ganz neuer Sicht.

 

Die berühmte Morgenstund

Märchenlandschaft
Das war vorgestern so ungefähr um halb acht am Morgen. Während der Nacht hatte es fast ununterbrochen geschneit und gegen Morgen, als wir schon unterwegs waren, klarte der Himmel auf. Nachdem die Sonne hinter den Bergen hervor gekommen war,  erstrahlte eine wunderschöne Märchenlandschaft – sie war schlicht perfekt. So ein Bild hatte ich den ganzen Winter über noch nie gesehen. Erstaunlich, dass so etwas noch Anfang März geschehen kann. Wir konnten uns fast nicht satt sehen und weitergehen. Die Fotokamera hatte viel Arbeit, um die wundervolle Szene festzuhalten, denn sie war nur von kurzer Dauer. Gegen Mittag fiel der Schnee wieder von den Ästen. Der tolle Eindruck bliebt uns aber erhalten – auch dank den Fotos.

Winter im März

Immer noch Winter
Immer noch Winter
Winter im März
Auch im Monat März gibt sich in diesem Jahr der Winter noch sehr präsent. Meteorologisch wäre vor zwei Tagen ja Frühlingsbeginn gewesen. Aber iIn den letzten Tagen hat es immer wieder geschneit und die Felder und Wälder immer von neuem in weiss gehüllt. Am Morgen war es jeweils weit unter Null Grad, während dem Tag stieg die Temperatur aber dann über Null – also ganz so lange wird das Weiss wohl nicht bleiben. Wir waren auch heute im hohen Schnee unterwegs, viele Spuren gab es gar noch nicht und so erfüllten die Gamaschen ihren Zweck. Mit der Sonne und ein paar Wolken gab viele wunderschöne Ausblicke ins Tal und auf die gegenüberliegenden Berge – einmal mehr ein wunderschöner Tag.

Sonne als Künstlerin

Sonne als Künstlerin
Am heutigen Abend haben sich die heruntergehende Sonne und der orange-rote bis violette Himmel als Künstler versucht. Hinter den Tannen haben sie eine ganze eigenartige Stimmung verbreitet, die wirklich schon fast sureal ausgesehen hat. Ich musste schnell meine Kamera holen und sah aber gleich, dass sie das Kunstwerk nicht wirklich gekonnt einfangen konnte, die Äste sind vom farbigen Licht ganz überstrahlt. Ich werde mir das Bild aber trotzdem aufbewahren als Erinnerung an den heutigen wunderbaren Tag.

 

Ein Tag geht zu Ende

Der Tag geht zu Ende

Es ist schon wieder Abend geworden. Wir mussten heute einen ziemlichen Aufstieg wagen, um doch noch etwas Schnee an die Schuhe zu bekommen. Und nun geht wieder ein wunderschöner Tag zu Ende, zwar kein typischer eiskalter Winterabend, sondern eher ein milder im Frühjahr. Die Amsel in der grossen Eiche unten hat dies wohl auch bemerkt und singt ihr sehr melodisches Lied. Das Abendrot im Westen kündet nach der alten  Bauernregel auch für morgen einen schönen Tag voraus. Die Wetterprognose bestätigt das voll und ganz mit einer einzigen Sonne als Graphik und so soll es dann bis zum Mittwoch noch bleiben. Lassen wir uns überraschen.