Der Teich friert zu

Das erste Eis
Die Nächte sind schon sehr kalt, oft sinkt die Temperatur bereits unter Null Grad und auf dem Weiher hat sich schon eine Eisschicht gebildet, die zwar noch sehr dünn ist und wohl von Spaziergängern mit Steinen beworfen und zu Bruch gemacht worden ist. Wir stehen stehen so mitten zwischen den Zeiten – die nächsten paar Tage soll es unter Hochdruckeinfluss sehr sonniges Wetter geben – also ist es während dem Tag noch im ganz spätherbstlich. Aber eben, in der Nacht wird es nun schon so kalt, dass das gefrorene Wasser an den baldigen Winter erinnert. Dieser Teich ist dann auch dick zugefroren und oft mit einer mehr oder weniger umfangreichen Schneedecke bedeckt. So sieht man sehr selten Leute mit Schlittschuhen ihre Runden drehen. Geniessen wir also die warmen Tage noch – aber der Winter darf dann auch ruhig kommen, auch verschneite Landschaften sind wunderschön.

Veränderung als Konstante

Nebel weicht
Nebel weicht
Der Nebel weicht langsam
Es muss nicht wirklich immer strahlender Sonnenschein sein – die Natur kann man auch bei wechselhaftem Wetter geniessen, es ist ja immer nur eine Frage der Ausrüstung. Und der heutige Tag war äusserst veränderlich – am Morgen sah es ganz gut aus, dann kamen Wolken auf, die wir auf unsere Höhe als Nebel wahrnehmen. Kurze Zeit später begann es zu regnen und es wurde ziemlich düster. Wir fragten uns, ob wir noch zuwarten sollten oder ob wir es trotzdem wagen wollten. Doch nach dem Mittag veränderten sich die Verhältnisse erneut, es wurde wieder heller, die ersten Strahlen brachen durch die Wolken und diese begannen sich langsam zu verziehen und die Umgebung wurde mehr und mehr wieder sichtbar. So schenkte uns der Rundgang heute wieder ganz andere Bilder – nicht nur das Wetter war veränderlich, auch unsere Wahrnehmung immer wieder verschieden.

Bilderbuchtag

Nur Sonnenschein
Einmal mehr ein Tag im Spätherbst wie aus dem Bilderbuch oder vom Farbprospekt der Tourismusagentur – Sonnenschein den ganzen Tag – völlig wolkenloser und tiefblauer Himmel. Die offizielle Wetterstation im Nachbardorf meldet für heute eine Sonnenscheindauer von mehr als 7½ Stunden. An so einem Tag gibt es für uns kein Halten, da sind die leichten Wanderschuhe, die immer ganz nahe bei der Eingangstüre liegen, schnell angezogen und einen grossen Rucksack braucht es für diese kurze Zeit von 2 bis 3 Stunden ja nicht. Da heute auch die Sicht besonders klar war, gab es unendlich viele schöne Ausblicke – zwar auf all die Bergspitzen, die wir längst kennen, aber sie sind immer wieder eindrucksvoll und schon eine ganze Weile leicht verschneit. Die Natur macht sich überall bereit für den Winter, das meiste Laub ist gefallen, hin und wieder sind noch späte Früchte zu entdecken. Die Wetterprognose sagt uns, dass wir noch auf ein paar weitere solche Tagen hoffen dürfen – wir freuen uns.

Gemütlicher Rundgang

Dorf
Dorf
Das Dorf gegenüber
Der heutige Rundgang war eher ein Spaziergang, aber es war genau so eindrucksvoll. Wir sind nicht hoch hinauf gestiegen, sondern den Wegen ungefähr auf der Höhenlinie entlang geschlendert und sind immer mal wieder stehen geblieben und  haben die Aussicht bewundert. Das Dorf gegenüber mit der Kirche im Zentrum war mit der schon etwas tiefer stehenden Sonne sehr deutlich zu sehen und zeigte uns auch, dass wir hier, trotz Natur, auch in ziemlich bewohnter Umgebung wohnen. Klar, so eng, wie in einer Stadt ist es nicht, aber die Streusiedlungen sind nicht zu übersehen. Dazu sind immer auch Baukräne zu sehen, auch die Dörfer wachsen weiterhin. So gemütlich, wie der Spaziergang war, so behaglich waren anschliessend Kaffee und Kuchen – ein wunderschöner Sonntag.

Der Tag neigt sich

Am Abend
Und wieder geht ein herrlicher Tag mit blauem Himmel und Sonnenschein zu Ende – die Tage scheinen zu fliegen. Auch heute war die Fernsicht ausgezeichnet und die kurze Wanderung schlicht ein Genuss. Auch wenn man seine Gegend kennt oder mindestens meint, sie zu kennen – jeder Ausblick ist immer wieder verändert und immer wieder anders – eine solche stete Abwechslung schenkt einem wunderbare Zeit. Wir wurden oft schon gefragt, ob es denn nicht mit der Zeit langweilig sei, immer wieder die selben Berggipfel ansehen zu müssen. Nein, wie beschrieben, sie erscheinen jeden Tag verändert und zeigen viel eher den Wandel und den Wechsel, dem wir alle unterworfen sind. Darum ist es wohl so wichtig, die Gegenwart wahrzunehmen und im Hier zu sein.

Goldener Rebenweg

Reben
Reben
Goldene Reben
Die heutige eher kurze Wanderung durch die Reben war einmal mehr überwältigend schön. Auch wenn an vielen Rebstöcken das Laub schon braun geworden oder bereits abgefallen ist, es gibt immer noch Orte, wo das goldgelbe Leuchten nicht zu übersehen war und zusammen mit der Sonne eine strahlende Atmosphäre verbreitetet hat. Hier mit offenen Augen und Sinnen lang zu gehen und die Farben aufzunehmen und die Weite und Ruhe zu geniessen, entschädigt einem für viele graue Tage und viele dunkle Gedanken. Es war dann auch nicht erstaunlich, dass auch andere auf die selbe Idee gekommen waren, diesen unterdessen etwas zu bekannte Weg zu gehen, besonders in dieser seltsamen Zeit.

Der Himmel lacht

Himmel
Himmel
Der Himmel lacht
Der wunderschöne Himmel hat dem heutigen Tag eine besondere, ein sehr positive Note verliehen. Sorgen sind so zum Glück wieder etwas in den Hintergrund getreten und die Natur beschenkte uns mit viel Freude. Das wunderbare Licht den ganzen Tag hat die Schatten etwas vertrieben und unsere Stimmung aufgehellt – kurz gesagt, es waren buchstäblich brillante Stunden. Und einmal mehr wächst die Dankbarkeit über das Glück, immer wieder so schnell in der Natur sein zu können und die Landschaft und Pflanzenwelt beobachten, geniessen und wirken zu lassen. Und unvermittelt begegnet einem auf dem schmalen Waldweg eine Kuhherde, die auf eine andere Wiese getrieben wird. Als Wanderer wird von den Tieren kaum wahrgenommen, doch einige schauen mit ihren grossen Augen doch hin und setzen aber ungestört ihren Weg fort. Es war ein aussergewöhnlicher Augenblick.

Schon bereit

acker
acker
Schon bereit für den Winter
In diesen Tagen wird uns von den Meteorologen noch ein Martini-Sommer vorausgesagt, also eine Schönwetterperiode unter Hochdruckeinfluss in der Mitte des Monats November (morgen am 11. November ist Martins-Tag). Er wird öfters mit dem „Altweibersommer“ verwechselt, dieses Wetterphänomen bezieht sich aber auf den September und auf den Anfang Oktober. Und tatsächlich, auch heute war ein sehr schöner und am Nachmittag auch warmer Tag und  so war eine kleine Wanderung ganz klar angezeigt. Die bunten Farben sind nun deutlich blasser geworden und dieses Feld hier hält nichts mehr von Sommer und hat ich bereits für den Winter vorbereitet, der hoffentlich viel Schnee bringt und mit den Furchen dann schöne Muster ins glänzende Weiss zaubern wird. Der Martini-Sommer ist also nochmals ein letztes Aufblühen der Natur, bevor dann der lange Winterschlaf beginnen wird.

Licht und Schatten

licht und schatten
Licht und Schatten

Auch wenn man in einer so eindrucksvollen Umgebung wohnen und leben darf, es herrscht auch hier nicht immer purer Sonnenschein, auch da wechseln öfters mal Licht und Schatten ab. Hier gibt es neben der grossen Freude und immensen Bewunderung über die wunderschöne Natur hin und wieder auch Sorgen und Ängste und unbekannte Dinge, die einem so unvermittelt zufliegen, ohne dass man sie gewollt oder gewünscht hätte. Jeder Tag ist ein neuer Tag, mit allem, was er bringt. Um so mehr ist es dann nötig, raus gehen zu können an die frische Luft und ein, zwei Stunden durch die ruhige Natur zu wandern und so die trüben und dunklen Gedanken wegzuscheuchen. Es geht nicht darum, diese zu verdrängen, aber es geht darum, den anderen, den positiven und den heilenden Impulsen ebenfalls Raum zu geben und damit wieder ein Gleichgewicht zu finden. Um so schöner, wenn für die nächsten paar Tage immer wieder recht schönes und sonniges Wetter angekündigt wird.

Die Eberesche

Leuchtendes Rot der Vogelbeeren
Die Eberesche, oder mit anderem Namen Vogelbeerbaum, zeigt zur Zeit seine reifen Früchte und das satte rot vor dem tief blauen Himmel gibt ein sehr kontrastreiches Bild. Rot ist in der Farbenlehre der Opponententheorie die Gegenfarbe zu blau und damit leuchtet auch die Foto hier besonders klar. Die Beeren (biologisch korrekter wäre eigentlich Äpfel, da die Eberesche zu den Kernobstgewächsen gehört) sind offenbar beliebtes Futter für verschiedene Tiere, die sich jetzt dann auch an diesem Ort sicher bald bedienen werden, aber wohl nur, wenn gerade keine Wanderer in der Nähe sind. Vor allem sind es verschiedene Vogelarten, die diese Beeren sehr schätzen, aber wie ich gelesen habe, lieben auch der Fuchs und der Dachs diese Frucht.