Gletschermilch im Teich

Grau-grüner Teich
Noch immer sind die Bergbäche trüb, weil bei der grossen Wassermenge (Schneeschmelze und Niederschläge) viel Sand mitgeschwemmt wird. Wir nennen dieses Wasser „Gletschermilch“. Und wenn dieses Wasser dann in den Teichen ankommt, übernimmt das Wasser dort natürlich auch diese Trübheit und so wird der Teich dann grau-grün und ist sehr trübe. In diesem Teich, bei dem wir heute vorbei gekommen sind, hat es auch viele Fische, auch ziemlich grosse (das Fischen ist verboten). Aber mit dem trüben Wasser sind sie nur zu sehen, wenn sie ganz an der Oberfläche schwimmen. Trotzdem haben wir auch eine ganze Menge kleiner Exemplare gesehen – das trübe Wasser scheint sie offenbar nicht zu stören. Wir machen hier eine ganze Weile Pause und schauten uns in aller Ruhe in der Natur um – es war äusserst ruhig an diesem schönen Ort.

Dem Wasser entlang

Dem Wasser entlang

Auf der heutigen Wanderung ging es zwei verschiedenen Suonen entlang. Zum unserem Erstaunen führte die höher gelegene kein Wasser. Bei einem grossen Schieber wurde alles Wasser bgeleitet, dass sich dann in ein kleines Tal ergoss. Wir haben uns gefragt, warum das wohl sei. Wir haben vermutet, dass im weiteren Verlauf vielleicht nach den grossen Niederschlägen ein Schaden entstanden sei und darum das Wasser abgeleitet werden müsse. Doch wir haben auf unserem Weg der Suone entlang keinen solchen Schaden entdeckt. Ein anderer Grund könnt sein, dass es nach dem vielen Regen im Moment eben gerade kein Wasser für die Bewässerung braucht. Es blieb ein Rätsel und eine zufällige Begegnung mit dem Suonen-Wart gab es auch nicht, den man ja dann fragen hätte können.
Dafür führte dann die tiefer gelegene Suone ziemlich viel Wasser und so war das angenehm gewohnte Geplätscher, das als „Begleitmusik“ immer wunderschön klingt, sofort präsent . So war der Rückweg wirklich ideal und schon bald waren wir wieder zu Hause.

Es drohen Gewitter

Graue Gewitterwolken über den Gipfeln
Ja nun halt, das war heute nur eine kurze Runde. Die Wetterprognose sagte schon gestern, dass heute ab 15 Uhr Gewitter zu erwarten sind. Da haben wir uns entschieden, uns anzupassen und nur kurz unterwegs zu sein. Es ist ja auch nicht zu übersehen, über den Gipfeln braut es sich schon grau bis dunkelgrau zusammen und es dürfte wohl nicht mehr so lange dauern, bis die ersten Regentropfen fallen werden. Fernes Donnergrollen ist zwar noch nicht zu hören, aber in den Bergen bin ich einfach (aus Erfahrung) lieber auf der sicheren Seite und wieder zu Hause, bevor es richtig loslegt. Nach der Radarprognose soll es dann in etwa zwei Stunden extrem starke Niederschläge geben. Verfolgen wird die Wetterentwicklung weiter am Himmel und auch auf dem Regenradar im Internet von zu Hause aus.

Hier findet man Ausblick und Ruhe

Eichenbank
Eichenbank
Panorama beim Bank unter der Eiche
Heute hatten wir leider keine Gelegenheit, die Wanderschuhe anzuziehen und uns auf einen der vielen Weg zu machen, die hier beginnen und auch wieder enden. An solchen Tagen hat man das Gefühl, es fehle irgend etwas… An der Stelle habe ich im Archiv nach dem Bild gesucht, das ich vor ein paar Wochen geknipst hatte. Hier bei diesem Bank unter einer grossen Eiche, bei dem wir immer mal wieder vorbei kommen, lässt man sich immer wieder gerne einladen, einen Moment sitzen zu bleiben und das grossartige Panorama zu bestaunen. Es gibt so viele Details im Vorder- und im Hintergrund.  Doch jedes Mal ist es ein bisschen anderes, die Vegetation entwickelt sich, die Wolken am Himmel sind anders und für zwei Wochen waren da auch Kühe auf den Wiesen. Aber eigentlich immer herrscht hier eine grosse Ruhe, man kann so seinen eigenen Gedanken nachgehen und dabei seinen Blick in die Ferne schweifen lassen – es ist jedes Mal ein sehr erholsamer kurzer Aufenthalt.

PS. Der Eintrag ist auch als kleiner Test gedacht, wie und ob die Verbindung zur Pleroma-Instanz nun besser funktioniert.

Nun fliesst sie wieder

Suone
Suone
Die Suone führt wieder Wasser

Das war jetzt aber eine sehr lange Winterpause hier, dabei sind wir doch fast jeden Tag unterwegs und der Fotoapparat ist auch fast immer dabei. Irgendwie hat in der Zeit von Februar bis Ende Juni kein Bild mehr den Weg in den Blog gefunden.
Aber egal, jetzt machen wir hier wieder weiter. Auch bei der heute besuchten Suone fliesst das Wasser nach der Winterpause wieder und ist zur Zeit schön trüb. Durch den Sand, der da mit dem Schmelzwasser mitgeschwemmt wird, hat das Wasser diese tolle Farbe – viele nennen es Gletschermilch – je nach Sonneneinstrahlung schimmert es verschieden. Wir kennen es ja sehr gut, aber neben dem Fliessgewässer zu marschieren, das hier langsam dahingleitet, ist immer wieder sehr entspannend und wohltuend. Manchmal rauscht es leise, manchmal ist es auch ganz still. Es war jedenfalls heute eine sehr lohnende Wanderung.

Staub aus der Sahara

Staub aus der Sahara
Wir waren gestern bei dieser sehr speziellen Wetterlage auch kurz unterwegs, obwohl die Wege mit dem vielen nassen Schnee nicht sehr bequem zu gehen sind. Der gelbliche Himmel war schon sehr beeindruckend. Die Intensität schwankte sehr stark bis hin zu einem Orange und auf diesem Bild erwischte ich wohl etwa das Maximum, das nun aussieht, als hätte ich einen Sepia-Filter aufgeschraubt gehabt. Dem Schnee war es noch nicht anzusehen, Verfärbungen waren kaum auszumachen. Mit dem Niederschlag wird sich das aber sicher ändern und so wird dann an vielen Orten ein farbiger Schnee sichtbar werden. Der Ausdruck „Blutschnee“ finde ich aber jetzt völlig übertrieben. Ähnliche Wetterlagen hatten wir auch schon, aber so ausgeprägt wie gestern habe ich es nicht in Erinnerung.

Einfach nur Bilderbuchwetter

Bilderbuch
Bilderbuch
Wie eine Postkarte
Der heutige besondere Tag war äusserst passend von hervorragendem Bilderbuchwetter begleitet. In der Nacht hatte es nochmals geschneit und die verschiedenen Spuren, die wir in den letzten Tagen angelegt hatten oder einfach gefolgt waren, hatte der Neuschnee ein bisschen verwischt. Es war wundervoll, durch die Schneelandschaft zu wandern und die vielen prächtigen Ausblicke zu geniessen – es war fast wie früher am Verkaufsgestell im Laden: Eine Postkarte schöner als die andere. An verschiedenen Orten war der Schnee recht tief und das Einsinken bei jedem einzelnen Schritt war doch etwas mühsam. Doch man musst nur wieder um sich blicken und der kleine Ärger war sehr schnell vergessen. Ein herrlicher Tag geht nun zu Ende und bleibt so sicher unvergesslich.

Ein perfekter Wandertag

Einfach nur Schnee und Sonne
Das war heute wieder einmal ein perfekter Wandertag. Nun gut, so lange waren wir auch eicht unterwegs, aber die Bedingungen konnten nicht besser sein. Schon am Morgen früh war der Himmel wolkenlos, die Temperatur aber doch ziemlich winterlich mit -9°C. Nachdem aber die Sonne hinter den Bergen aufgegangen war, stieg sie ein bisschen an und wir entschlossen uns für eine etwas längere Strecke. Die Wege waren fast noch überall verschneit, aber von vielen Spuren gezeichnet. Die vielen Ausblicke über den Schnee und den Dunst im Tal in die benachbarten Gipfel waren wunderschön. An einem der Bäche war so viel Eis, dass wir die Überquerung nicht schafften und einen anderen Weg nehmen mussten. Dadurch haben wir nun aber wieder einen neuen Pfad entdeckt, den wir gar noch nie gesehen hatten. Beim Abstieg und dem Rückweg war die Sonne schon ziemlich weit gesunken und es wurde empfindlich kalt – das grosse Glück, zu Hause von der Wärme wieder empfangen zu werden.

Ein bisschen neben den Wegen

Neben den Wegen
Sehr viel Schnee liegt nicht bei uns zur Zeit leider nicht, aber es ist auch tagsüber recht kalt und somit bleibt das wenige Weiss doch schon über ein paar Tage liegen. Dort, wo auch Autos auf den schmalen Wegen fahren, sind die Spuren hart und teilweise auch eisig und glitschig geworden, also ist dort besondere Vorsicht nötig. Oder noch besser, man sucht seinen Pfad auch neben diesen Strässchen. Das quer Feld ein marschieren eröffnet auch neue Blicke und bringt so viel Abwechslung an Orte, wo man ja eigentlich sehr gut kennt. Auch erkennt man an den Spuren im Schnee, wie viele Tiere sich hier auch aufhalten – wir sind also nicht die einzigen, die an solchen Orten vorbeigehen. Das war ein schöner, aber frischer Ausflug heute.

Tiere im Winter

Esel
Esel
Er ist sehr interessiert
Heute kamen wir wieder einmal beim Winterstall vorbei, wo verschiedenen Tieren in dieser Jahreszeit untergebracht sind. Sie haben da Unterstand wie auch Raum draussen, das scheint mir den Vorschriften zu entsprechen. Bei dieser Truppe sind auch 6 Esel mit dabei, die zusammen mit den Pferden ihre Zeit verbringen und meistens eher gelangweilt herumstehen – so scheint es jedenfalls uns. Doch wenn da Leute vorbei kommen und noch einen Moment stehen bleiben, sind die Esel immer sehr neugierig und kommen jeweils sofort zum Zaun. Wir sind wohl nicht die einzigen, die hin und wieder eine Karotte mit bringen. Das war bei uns leider heute nicht der Fall, wir hatten diesen Weg hier eigentlich nicht vorgesehen, aber ich habe den Eseln versprochen, das nächste Mal etwas zum Knappern mitzubringen.