Die Aussicht geniessen

Aussicht
Weg mit viel Aussicht
Das ist doch das Schöne, wenn man zu Fuss unterwegs ist – zwar mit einem Ziel, aber die Zeit spielt da keine Rolle. Wenn der Weg nicht all zu steil und nicht all zu steinig ist, kann man die Umgebung und die Aussicht auch im Gehen geniessen und viele Details entdecken – offene Augen und Ohren sind da äusserst wichtig. Auch dann, wenn man die Gegend meint zu kennen, gibt es immer wieder Überraschungen – denn kein Tag ist wie der andere. Wenn der Weg etwas uneben oder auch schmal ist, bleibt man problemlos einfach stehen und kann seinen Blick in die Weite schweifen lassen. Alles ohne Hast, alles zu seiner Zeit. Ja, Wege zu gehen entschleunigt ungemein und ordnet unsere ach so wichtigen Prioritäten immer mal wieder ganz anders. Auch die Gedanken sind ganz frisch und vieles erscheint plötzlich in einem anderen Licht. Es stimmt: Wandern ist wie Philosophie.

Wunderschöne Ausblicke

So viel Aussicht
Heute waren wir auf einer  Roundtour, die wir zwar gut kennen, aber doch schon eine ganze Weile nicht mehr gegangen sind. Wir konnten uns nicht mehr genau erinnern, wann das war. Letzten Herbst – letzten Sommer? Oh, das spielt ja eigentlich keine Rolle, die Wetterbedingungen waren perfekt für heute. Zwar waren ein paar Cumuli über den Gipfeln angekündigt, aber ohne Gewittergefahr – ein sehr wichtiger Faktor. Der Aufstieg ist teilweise ziemlich steil und  obwohl wir nicht all zu spät gestartet waren, floss der Schweiss schon fast in Strömen. Leider wird dieser Wanderweg nun auch von Moutaincards, Mountain-Trottinetts und Mountainbikes für die Abfahrt benutzt – der Wanderer soll bitte aufpassen. Die Leute lassen sich durch die Seilbahn nach oben gondeln und fahren dann diesen Weg runter. Da hat man als Wanderer gar keine andere Möglichkeit, als zur Seite zu treten, wenn ein solchen Gefährt runterbraust. Zum Glück konnten wir dann diesen Weg verlassen und die Natur mit einer wundervollen Aussicht mehr oder weniger ungestört geniessen. Der Weg hatte noch verschiedene Überraschungen für uns bereit – so kommt es halt, wenn man schon eine Weile nicht mehr vor Ort war.