Es liegen Düfte in der Luft

Zitronenmelisse
Heute sind wir wieder einmal bei den Kräuterfeldern vorbei gekommen, die hier oben auf 1000 Meter angelegt wurden und dann auch „Bergkräuter“ genannt und als „Bio“ verkauft werden – da wird in der Tat nicht gedüngt, nur hin und wieder bewässert. Hier wachsen verschiedene Pflanzen und diese werden dann zu Tees oder getrocknete Kräuter verarbeitet werden. Es duftet hier immer wunderbar und man kann meistens schnell erraten, welche Pflanze hier wächst. Auf dem Bild ist es Zitronenmelisse, aber einmal in einer etwas anderen Perspektive fotografiert. Es sieht so aus, als würde dieses Feld bald geerntet – dazu kommen dann kleine kompakte Maschinen zum Einsatz, die auch grössere Steigungen im Gelände überwinden können. Bei einer solchen Ernte duftet es dann natürlich noch viel intensiver.

Hier findet man Ausblick und Ruhe

Eichenbank
Eichenbank
Panorama beim Bank unter der Eiche
Heute hatten wir leider keine Gelegenheit, die Wanderschuhe anzuziehen und uns auf einen der vielen Weg zu machen, die hier beginnen und auch wieder enden. An solchen Tagen hat man das Gefühl, es fehle irgend etwas… An der Stelle habe ich im Archiv nach dem Bild gesucht, das ich vor ein paar Wochen geknipst hatte. Hier bei diesem Bank unter einer grossen Eiche, bei dem wir immer mal wieder vorbei kommen, lässt man sich immer wieder gerne einladen, einen Moment sitzen zu bleiben und das grossartige Panorama zu bestaunen. Es gibt so viele Details im Vorder- und im Hintergrund.  Doch jedes Mal ist es ein bisschen anderes, die Vegetation entwickelt sich, die Wolken am Himmel sind anders und für zwei Wochen waren da auch Kühe auf den Wiesen. Aber eigentlich immer herrscht hier eine grosse Ruhe, man kann so seinen eigenen Gedanken nachgehen und dabei seinen Blick in die Ferne schweifen lassen – es ist jedes Mal ein sehr erholsamer kurzer Aufenthalt.

PS. Der Eintrag ist auch als kleiner Test gedacht, wie und ob die Verbindung zur Pleroma-Instanz nun besser funktioniert.

Eine Winterwanderung

Wanderung im Winter
Unterdessen ist es nun richtig Winter geworden und wir wandern nun oft im Schnee. Vor ein paar Tagen gab es eine ansehnliche Schicht, doch ist mit dem Föhn schon wieder viel geschmolzen und er ist noch nicht wirklich tief, dass man die Schneeschuhe montieren müsste. An schattigen Stellen liegt das Weiss immer noch reichlich und dieses verzaubert die Landschaft nun wieder auf besondere Art. Auch der Teich hier ist gefroren und das wunderschöne Winterwetter mit purem Sonnenschein und blauem und wolkenlosen Himmel macht das Ganze einfach perfekt und so folgen wir unseren bekannten Wegen fast jeden Tag meistens über zwei Stunden. Danach kann man sich drinnen an der Wärme gut wieder hinsetzen und seine Dinge erledigen, ohne dass einem die Decke droht auf den Kopf zu fallen. Und wie so oft schon beschrieben, die eigentlich bekannte Landschaft erscheint immer wieder neu und es gibt immer wieder Dinge zu entdecken.

Bilderbuchtag

Bilderbuch
Bilderbuch
Wie aus dem Bilderbuch
In der vergangenen Nacht schneite es ein wenig, auf unserer Höhe nicht so stark, wie im Süden der Schweiz, wo man an vielen Orten im Schnee zu versinken droht und wo viele Strassen gesperrt sind. Auch während dem ganzen Morgen rieselte es noch fein weiter. Die Bäume und Büsche hatten wieder neue weisse dicke Schicht bekommen. Doch kurz nach dem Mittag rissen die Wolken auf und die Sonne verwandelte die Landschaft geradezu märchenhaft. Da machten wir uns auf und legten neue Spuren auf die bekannten Wege. An vielen Orten waren aber offenbar auch schon andere Menschen unterwegs gewesen, sogar erste Ski- und Schneeschuhspuren waren zu entdecken. Die Natur bot überall Postkartenansichten, man konnte gar nicht alles wirklich festhalten  – was ja im Grunde auch ganz gut ist. Man sollte jeweils den Moment geniessen, da kann ja nicht alles wirklich eingefangen werden. Trotzdem gab es in der Sammlung ein paar Bilder, die ich  als Erinnerung an den heutigen wunderschönen Tag behalten will.

Der Teich friert zu

Das erste Eis
Die Nächte sind schon sehr kalt, oft sinkt die Temperatur bereits unter Null Grad und auf dem Weiher hat sich schon eine Eisschicht gebildet, die zwar noch sehr dünn ist und wohl von Spaziergängern mit Steinen beworfen und zu Bruch gemacht worden ist. Wir stehen stehen so mitten zwischen den Zeiten – die nächsten paar Tage soll es unter Hochdruckeinfluss sehr sonniges Wetter geben – also ist es während dem Tag noch im ganz spätherbstlich. Aber eben, in der Nacht wird es nun schon so kalt, dass das gefrorene Wasser an den baldigen Winter erinnert. Dieser Teich ist dann auch dick zugefroren und oft mit einer mehr oder weniger umfangreichen Schneedecke bedeckt. So sieht man sehr selten Leute mit Schlittschuhen ihre Runden drehen. Geniessen wir also die warmen Tage noch – aber der Winter darf dann auch ruhig kommen, auch verschneite Landschaften sind wunderschön.

Veränderung als Konstante

Nebel weicht
Nebel weicht
Der Nebel weicht langsam
Es muss nicht wirklich immer strahlender Sonnenschein sein – die Natur kann man auch bei wechselhaftem Wetter geniessen, es ist ja immer nur eine Frage der Ausrüstung. Und der heutige Tag war äusserst veränderlich – am Morgen sah es ganz gut aus, dann kamen Wolken auf, die wir auf unsere Höhe als Nebel wahrnehmen. Kurze Zeit später begann es zu regnen und es wurde ziemlich düster. Wir fragten uns, ob wir noch zuwarten sollten oder ob wir es trotzdem wagen wollten. Doch nach dem Mittag veränderten sich die Verhältnisse erneut, es wurde wieder heller, die ersten Strahlen brachen durch die Wolken und diese begannen sich langsam zu verziehen und die Umgebung wurde mehr und mehr wieder sichtbar. So schenkte uns der Rundgang heute wieder ganz andere Bilder – nicht nur das Wetter war veränderlich, auch unsere Wahrnehmung immer wieder verschieden.

Bilderbuchtag

Nur Sonnenschein
Einmal mehr ein Tag im Spätherbst wie aus dem Bilderbuch oder vom Farbprospekt der Tourismusagentur – Sonnenschein den ganzen Tag – völlig wolkenloser und tiefblauer Himmel. Die offizielle Wetterstation im Nachbardorf meldet für heute eine Sonnenscheindauer von mehr als 7½ Stunden. An so einem Tag gibt es für uns kein Halten, da sind die leichten Wanderschuhe, die immer ganz nahe bei der Eingangstüre liegen, schnell angezogen und einen grossen Rucksack braucht es für diese kurze Zeit von 2 bis 3 Stunden ja nicht. Da heute auch die Sicht besonders klar war, gab es unendlich viele schöne Ausblicke – zwar auf all die Bergspitzen, die wir längst kennen, aber sie sind immer wieder eindrucksvoll und schon eine ganze Weile leicht verschneit. Die Natur macht sich überall bereit für den Winter, das meiste Laub ist gefallen, hin und wieder sind noch späte Früchte zu entdecken. Die Wetterprognose sagt uns, dass wir noch auf ein paar weitere solche Tagen hoffen dürfen – wir freuen uns.

Gemütlicher Rundgang

Dorf
Dorf
Das Dorf gegenüber
Der heutige Rundgang war eher ein Spaziergang, aber es war genau so eindrucksvoll. Wir sind nicht hoch hinauf gestiegen, sondern den Wegen ungefähr auf der Höhenlinie entlang geschlendert und sind immer mal wieder stehen geblieben und  haben die Aussicht bewundert. Das Dorf gegenüber mit der Kirche im Zentrum war mit der schon etwas tiefer stehenden Sonne sehr deutlich zu sehen und zeigte uns auch, dass wir hier, trotz Natur, auch in ziemlich bewohnter Umgebung wohnen. Klar, so eng, wie in einer Stadt ist es nicht, aber die Streusiedlungen sind nicht zu übersehen. Dazu sind immer auch Baukräne zu sehen, auch die Dörfer wachsen weiterhin. So gemütlich, wie der Spaziergang war, so behaglich waren anschliessend Kaffee und Kuchen – ein wunderschöner Sonntag.

Der Tag neigt sich

Am Abend
Und wieder geht ein herrlicher Tag mit blauem Himmel und Sonnenschein zu Ende – die Tage scheinen zu fliegen. Auch heute war die Fernsicht ausgezeichnet und die kurze Wanderung schlicht ein Genuss. Auch wenn man seine Gegend kennt oder mindestens meint, sie zu kennen – jeder Ausblick ist immer wieder verändert und immer wieder anders – eine solche stete Abwechslung schenkt einem wunderbare Zeit. Wir wurden oft schon gefragt, ob es denn nicht mit der Zeit langweilig sei, immer wieder die selben Berggipfel ansehen zu müssen. Nein, wie beschrieben, sie erscheinen jeden Tag verändert und zeigen viel eher den Wandel und den Wechsel, dem wir alle unterworfen sind. Darum ist es wohl so wichtig, die Gegenwart wahrzunehmen und im Hier zu sein.

Goldener Rebenweg

Reben
Reben
Goldene Reben
Die heutige eher kurze Wanderung durch die Reben war einmal mehr überwältigend schön. Auch wenn an vielen Rebstöcken das Laub schon braun geworden oder bereits abgefallen ist, es gibt immer noch Orte, wo das goldgelbe Leuchten nicht zu übersehen war und zusammen mit der Sonne eine strahlende Atmosphäre verbreitetet hat. Hier mit offenen Augen und Sinnen lang zu gehen und die Farben aufzunehmen und die Weite und Ruhe zu geniessen, entschädigt einem für viele graue Tage und viele dunkle Gedanken. Es war dann auch nicht erstaunlich, dass auch andere auf die selbe Idee gekommen waren, diesen unterdessen etwas zu bekannte Weg zu gehen, besonders in dieser seltsamen Zeit.