Die Ruhe selbst

Rind ruht
Es herrscht zur Zeit wirklich ideales Wanderwetter – Sonnenschein vom Morgen bis zum Abend,  fast wolkenloser Himmel, perfekte Temperatur, leichter Wind. Da wollten wir ganz klar nicht zu Hause rumsitzen und haben die Wanderschuhe angezogen. Erstaunlicherweise waren wir auf „unseren“ Wegen fast alleine unterwegs. Also ist die Ferienzeit doch angebrochen und die Leute sind irgend wo hin verreist. Und diejenigen aus den anderen Landesgegenden haben unsere kleinen Pfade und Wege (noch) nicht entdeckt. So konnten wir also gemütlich den Aufstieg wagen. Am Waldrand begegneten wir eine kleine Herde und dieses Rind hier scheint die Gemütlichkeit ebenfalls gefunden zu haben. Es lag da einfach hinter den Steinblöcken und kaute. Es nahm auch praktisch keine Notiz von uns, nicht einmal der Fotograf wurde beachtet. Wir liessen uns von dieser Ruhe anstecken und folgten unserem weiteren Weg in aller Musse.

Blick aus dem Wald

Eine andere Sicht
Auch am heutigen Tag waren wir etwas über zwei Stunden unterwegs und sind fast die ganze Zeit auf bekannten Wegen marschiert. Doch wir haben auch für eine kurze Partie einen ganz neuen Pfad gefunden, der nicht einmal in der Karte eingetragen ist und der uns auch eine neue Sicht geboten hat. Der Anstieg war extrem steil, aber wir sind ja unterdessen ganz fit und das hat uns nicht wirklich gross beeindruckt. Die andere Sicht auf dem Bild entstand aber nochmals an einer andere Stelle – dort, wo man aus dem Wald heraus auf einen Teich und die Berge schauen kann. Dieser Ausblick hat da ganz verschiedene Ebenen und wenn es im Vordergrund dazu noch rot leuchtet, weil da schon Tulpen blühen, dann fand ich es eine Foto wert. Wie die Tulpen da in die freie Natur gekommen sind, bleibt ein Rätsel – die nächsten Häuser sind da ziemlich weit weg.

Viel Wasser im Wald

Feuchter Wald
Feuchter Wald
Feuchter Wald

Der Schnee ist hier längst geschmolzen, übrig geblieben ist viel Wasser und in der letzten Nacht gab es weitere Niederschläge in Form von Regen. Da ist auch nicht verwunderlich, dass in diesem Wald, den wir durchquert haben, viel Wasser lag und kleine Gräben zu winzigen Tümpel wurden. Zum Glück war der Weg nicht voller Pfützen und wir sind trocken am Ziel angekommen. Nun gut, das Schuhwerk ist ja eigentlich dafür ausgelegt, dass es einmal auch nass werden darf. Da gibt es heute sehr gutes Material.

Nach dem Nebel

Wald und Nebel
Wald und Nebel
Wald und Nebel

Nachdem sich am Nachmittag der Nebel doch noch teilweise aufgelöst hatte, machten wir uns auf einen kürzeren Weg, um durch Wälder und über Felder zu marschieren. Der noch verbleibende Nebel, der jetzt zu Dunst wurde, verlieh der Landschaft einen fast schon etwas mystischen Schleier und gegen Abend, als sich die Sonne langsam gegen die Farbe orange verfärbte, bekam dieser Schleier nochmals einen ganz besonderen Ton. Auch in den Wäldern war es ganz besonders – ich habe versucht, diese Stimmung mit einer Foto einzufangen. In natura war es natürlich noch viel schöner und eindrücklicher.