Der Teich friert zu

Das erste Eis
Die Nächte sind schon sehr kalt, oft sinkt die Temperatur bereits unter Null Grad und auf dem Weiher hat sich schon eine Eisschicht gebildet, die zwar noch sehr dünn ist und wohl von Spaziergängern mit Steinen beworfen und zu Bruch gemacht worden ist. Wir stehen stehen so mitten zwischen den Zeiten – die nächsten paar Tage soll es unter Hochdruckeinfluss sehr sonniges Wetter geben – also ist es während dem Tag noch im ganz spätherbstlich. Aber eben, in der Nacht wird es nun schon so kalt, dass das gefrorene Wasser an den baldigen Winter erinnert. Dieser Teich ist dann auch dick zugefroren und oft mit einer mehr oder weniger umfangreichen Schneedecke bedeckt. So sieht man sehr selten Leute mit Schlittschuhen ihre Runden drehen. Geniessen wir also die warmen Tage noch – aber der Winter darf dann auch ruhig kommen, auch verschneite Landschaften sind wunderschön.

Bilderbuchtag

Nur Sonnenschein
Einmal mehr ein Tag im Spätherbst wie aus dem Bilderbuch oder vom Farbprospekt der Tourismusagentur – Sonnenschein den ganzen Tag – völlig wolkenloser und tiefblauer Himmel. Die offizielle Wetterstation im Nachbardorf meldet für heute eine Sonnenscheindauer von mehr als 7½ Stunden. An so einem Tag gibt es für uns kein Halten, da sind die leichten Wanderschuhe, die immer ganz nahe bei der Eingangstüre liegen, schnell angezogen und einen grossen Rucksack braucht es für diese kurze Zeit von 2 bis 3 Stunden ja nicht. Da heute auch die Sicht besonders klar war, gab es unendlich viele schöne Ausblicke – zwar auf all die Bergspitzen, die wir längst kennen, aber sie sind immer wieder eindrucksvoll und schon eine ganze Weile leicht verschneit. Die Natur macht sich überall bereit für den Winter, das meiste Laub ist gefallen, hin und wieder sind noch späte Früchte zu entdecken. Die Wetterprognose sagt uns, dass wir noch auf ein paar weitere solche Tagen hoffen dürfen – wir freuen uns.

Schon bereit

acker
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Schon bereit für den Winter
In diesen Tagen wird uns von den Meteorologen noch ein Martini-Sommer vorausgesagt, also eine Schönwetterperiode unter Hochdruckeinfluss in der Mitte des Monats November (morgen am 11. November ist Martins-Tag). Er wird öfters mit dem „Altweibersommer“ verwechselt, dieses Wetterphänomen bezieht sich aber auf den September und auf den Anfang Oktober. Und tatsächlich, auch heute war ein sehr schöner und am Nachmittag auch warmer Tag und  so war eine kleine Wanderung ganz klar angezeigt. Die bunten Farben sind nun deutlich blasser geworden und dieses Feld hier hält nichts mehr von Sommer und hat ich bereits für den Winter vorbereitet, der hoffentlich viel Schnee bringt und mit den Furchen dann schöne Muster ins glänzende Weiss zaubern wird. Der Martini-Sommer ist also nochmals ein letztes Aufblühen der Natur, bevor dann der lange Winterschlaf beginnen wird.

Einer ist noch da

Der Letzte
Die Redensart vom Apfel, der nicht weit vom Stamm fällt, kennen wir alle. Dieser hier hat sich als einziger an diesem Baum entschieden, doch noch nicht zu fallen und auszuharren. Und damit gibt er eher eigenwilliges Bild aus dem Spätherbst – ringsum sind die Blätter und an diesem Baum die Holzäpfel zu Boden gefallen, er aber harrt aus. Vielleicht will er noch ein paar Sonnenstrahlen geniessen, vielleicht einfach so, aus purem Zufall – wir wissen es nicht. Jedenfalls strahlt das leuchtende Gelb vor dem blauen Himmel und gibt einen lustigen Farbtupfer in das blasse Braun, das nun nach den bunten Farben langsam überhand nimmt und auf den Winter deutet.

Zeit der Ernte

Zeit der Ernte
Der Herbst ist ja nicht nur die Zeit der bunten und warmen Farben, sondern auch die Phase der Ernte, besonders der Früchte. Am Wegrand findet man jetzt oft die Holzäpfel, die reif und sehr zahlreich an den Ästen hängen und dann bald auf den Boden fallen werden, weil sie niemand will. Wir ernten eher „richtige“ Äpfel und Birnen. Da sind die Sorten „Conférence“ und „gute Luise“ zur Zeit wirklich sehr gut zu kosten. Die Trauben wurden teilweise bereits vor Wochen geerntet, das ist also schon Geschichte für dieses Jahr. Direkt vom Rebstock war dieses Jahr kaum ein Angebot und die Sorte „Chasselas“ (oder „Gutedel“) war kaum zu finden. Man müsste noch herausfinden, warum, irgend fehlen die und gehören eigentlich ausgesprochen zum Herbst.  Freuen wir uns also feinen und reifen Obst.

Das goldene Haus

Goldenes Haus
Um es gerade klar und deutlich zu sagen: Nein, hier wohne ich leider nicht – es wäre eine schöne und vor allem auch sehr ruhige Ecke direkt am Waldrand und es führt nur eine kleine Naturstrasse vorbei, also ist da wohl kaum viel Verkehr. Wir sind heute auf unserem Rundgang bei diesem Haus vorbei gekommen mit diesem wunderschönen Baum, der auf der Südseite wächst und der sich wirklich farbig herausgeputzt hat. Es muss ein Apfelbaum sein, am Boden liegen nämlich noch viele Früchte. Die Farben haben heute auch ohne direktes Sonnenlicht aufgeleuchtet und diese Landschaft hier verzaubert. Es war wieder so deutlich und ich habe es schon oft geschrieben. Wir kennen die Gegend ja gut und trotzdem entdeckt man jeden Tag irgend was Neues oder findet eine veränderte Sicht – das macht das Unterwegsein in der Natur immer so spannend.

Der Kirschbaum neben dem Haus

Kirschbaum
Eigentlich muss man gar nicht weit gehen, um die prächtigen Farben zur Zeit zu bewundern. Es reicht ja schon der Blick aus einem der Fenster (klar sind wir heute auch noch etwas gewandert, das gehört einfach dazu). Der Kirschbaum, der auf der Ostseite des Hauses wächst, strahlt mit seinen gelben und orangen Tönen ins Zimmer – richtig wohlige Atmosphäre wird da von draussen ins Zimmer geweht. Und wenn dann noch die Sonne in die Blätter scheint, dann kann die Foto diese Intensität gar nicht mehr wirklich wiedergeben. Leider bleibt uns dieses Bild nicht über Tage, unterdessen ist auch der Föhn wieder stärker geworden und so werden die Herbstblätter bald wegfliegen.

Reiche Farbpalette

bunterweg
bunterweg
Jeden Tag mehr Farbe
Jetzt ist es soweit – jeden Tag werden die Wege, die wir gehen, leuchtender und bunter – gelbe, orange, rote, violette Blätter und dazu der strahlend blaue Himmel – fast wie auf dem Tourismusprospekt. Sobald sich die Sonne zeigt, werden die Farben noch viel intensiver – es scheint fast, als möchte die Natur unsere Augen mit den warmen Farben verwöhnen. Auf dem heutigen Marsch bin ich mehrmals gestolpert, weil ich nicht auf den Weg geachtet, sondern die Bäume, Büsche und Reben bestaunt habe. Man sollte das wohl besser im Stehen tun, weil ein paar Wege, die wir heute gewandert sich, sehr schmal sind und da wäre ein Sturz etwas problematisch. Ja, der Herbst gibt nun alles und versucht vielleicht, ein bisschen Gegengewicht gegen die trüben Alltagsgedanken zu bieten.

Auf dem bunten Weg

weg
weg
Bunter Weg
Nach der Wetterprognose hätte man es eigentlich nicht genau so erwarten können, aber der heutige Tag war wunderschön und die Fernsicht ausgezeichnet. Auch die Temperatur war angenehm, wenn man sich bewegte. Nur hin und wieder gab es ein paar kalte Windstösse. Die vielen Details in der Ferne waren sehr gut zu erkennen und für die benachbarten Gipfel wurden wieder einmal die Namen aus dem Gedächtnis aufgefrischt. Auch die herbstlichen Farben leuchteten besonders klar und kräftig. In der Umgebung des Weges auf dem Bild, der ziemlich steil nach unten führt,  herrscht die Farbe grün zwar immer noch vor, aber es ist doch klar zu erkennen, in welcher Jahreszeit wir nun angekommen sind. Solche Herbsttage wünschen wir uns noch ein paar – die goldgelben Lärchen etwas weiter oben wollen wir dann auch noch bestaunen können – zwar wie jedes Jahr, aber immer wieder grossartig.

Es wird immer bunter

Es wird bunter
Heute ist es uns auf unserer kleinen Wanderung ins einsame und so ruhige Tal aufgefallen – die Bäume und Büsche bekommen ganz langsam aber deutlich sichtbar ihre herbstlichen Farben. Es gibt schon verschiedene Gelbtöne, aber es leuchtet auch bereits orange und rot. Das wird sich jetzt dann wohl sehr schnell noch verstärken. Und ganz oben glänzt schon der Schnee, der vor ein paar Tagen gefallen ist und  offensichtlich nicht mehr weggehen will, obwohl wir erst am Anfang des Monats Oktober stehen. Es ist ja für das Wochenende wieder eine Kaltfront angesagt, da wird es vielleicht sogar noch etwas davon mehr geben. Der schöne Weg der Suone entlang war wie immer wunderschön und abwechslungsreich, obwohl wir uns hier ja ganz gut auskennen. Auch war offenbar niemand anders unterwegs, wir waren ganz alleine auf dem schmalen Weg bergwärts. Solche Momente empfinden wir immer wieder als Meditation mitten in der Natur – wirklich Balsam für die Seele.