Intensive Farben

Blau und grün
Der heutige gemächliche Bummel, der nur knapp zwei Stunden dauerte und auf bekannten Wegen, hatte eigentlich nicht viel Überraschungen für uns bereit. Aber das schöne sonnige Wetter gab den vielen vertrauten Ausblicken wundervolle und vor allem intensive Farben. Auch das Bild oben ist nichts besonderes und etwas langweilig – ich gebe es ja zu. Aber das intensive Blau des Himmels (mit einer kleinen weissen Wolke) und satte Gründ des Waldes und der Wiese beeindrucken trotzdem. Nach den etlichen grauen Tagen geniesst man das um so mehr und die jetzt steigenden Temperaturen deuten darauf hin, dass es auch in diesem Jahr doch noch etwas sommerlich wird. Wir freuen uns jedenfalls auf die weiteren Ausflüge, die allermeistens in unserer Nähe stattfinden.

Goldener Rebenweg

Reben
Reben
Goldene Reben
Die heutige eher kurze Wanderung durch die Reben war einmal mehr überwältigend schön. Auch wenn an vielen Rebstöcken das Laub schon braun geworden oder bereits abgefallen ist, es gibt immer noch Orte, wo das goldgelbe Leuchten nicht zu übersehen war und zusammen mit der Sonne eine strahlende Atmosphäre verbreitetet hat. Hier mit offenen Augen und Sinnen lang zu gehen und die Farben aufzunehmen und die Weite und Ruhe zu geniessen, entschädigt einem für viele graue Tage und viele dunkle Gedanken. Es war dann auch nicht erstaunlich, dass auch andere auf die selbe Idee gekommen waren, diesen unterdessen etwas zu bekannte Weg zu gehen, besonders in dieser seltsamen Zeit.

Die Eberesche

Leuchtendes Rot der Vogelbeeren
Die Eberesche, oder mit anderem Namen Vogelbeerbaum, zeigt zur Zeit seine reifen Früchte und das satte rot vor dem tief blauen Himmel gibt ein sehr kontrastreiches Bild. Rot ist in der Farbenlehre der Opponententheorie die Gegenfarbe zu blau und damit leuchtet auch die Foto hier besonders klar. Die Beeren (biologisch korrekter wäre eigentlich Äpfel, da die Eberesche zu den Kernobstgewächsen gehört) sind offenbar beliebtes Futter für verschiedene Tiere, die sich jetzt dann auch an diesem Ort sicher bald bedienen werden, aber wohl nur, wenn gerade keine Wanderer in der Nähe sind. Vor allem sind es verschiedene Vogelarten, die diese Beeren sehr schätzen, aber wie ich gelesen habe, lieben auch der Fuchs und der Dachs diese Frucht.

Einer ist noch da

Der Letzte
Die Redensart vom Apfel, der nicht weit vom Stamm fällt, kennen wir alle. Dieser hier hat sich als einziger an diesem Baum entschieden, doch noch nicht zu fallen und auszuharren. Und damit gibt er eher eigenwilliges Bild aus dem Spätherbst – ringsum sind die Blätter und an diesem Baum die Holzäpfel zu Boden gefallen, er aber harrt aus. Vielleicht will er noch ein paar Sonnenstrahlen geniessen, vielleicht einfach so, aus purem Zufall – wir wissen es nicht. Jedenfalls strahlt das leuchtende Gelb vor dem blauen Himmel und gibt einen lustigen Farbtupfer in das blasse Braun, das nun nach den bunten Farben langsam überhand nimmt und auf den Winter deutet.

Ein bisschen anders als geplant

In der Nähe unterwegs
Es könnte sein, dass mit dem heutigen Samstag und dem letzten Tag im Oktober die warmen Herbsttage für dieses Jahr nun vorbei sind. Doch so ganz endgültig sehe ich das nicht, das Wetter ist immer wieder gut für eine Überraschung und wir haben auch im November in den vergangenen Jahren noch sehr schöne und auch warme Phasen erlebt. Apropos Überraschung: Die heutige Wanderung viel ganz anders und vor allem viel kürzer aus, als ursprünglich geplant. Das Tagesprogramm wurde heute morgen etwas auf den Kopf gestellt, so mussten wir uns halt für etwas anderes entscheiden und blieben einmal mehr in der Nähe. Auch hier gibt es noch immer bunte Ausblicke mit den weissen Gipfel im Hintergrund. Was aber klar wird: Der Herbst 2020 bleibt uns jedenfalls als sehr farbige Zeit in Erinnerung.  Wir mussten also nicht wegfahren, die Farbenpracht ist auch hier und ganz nah.

Wie ein Indian Summer

Schlicht perfekt
Schon am Morgen schien die Sonne hell in unsere Stube und sie forderte uns auf, diesen Tag doch viel besser draussen in der Natur zu verbringen. Wir liessen uns gerne überreden und machten uns bald auf. Was uns auf fast 1800 m.ü.M. erwartete, kann man kaum in Worte fassen und auch die Bilder geben nur einen ungefähren Eindruck von dieser Pracht. Die Lärchen sind jetzt gerade intensiv goldgelb, an einzelnen Orten muss das Maximum der Farben bereits vor zwei, drei Tagen gewesen sein – die Nadeln werden immer bräunlicher. Wo man hinschaut, eine einzige Farbenpracht. Und dann dazu noch der tiefblaue Himmel und die weiss verschneiten Gipfel – viel mehr geht eigentlich fast nicht und der Gedanke, dass das alles gar nicht echt wäre, kann ich fast verstehen. Dass wir in diesem Herbst doch noch ein bisschen „Indian Summer“ erleben dürfen, ist ein weiteres Geschenk und bringt uns gegenüber dem tristen Alltag perfekte Abwechslung. Nicht erstaunlich, dass wir ziemlich viele Leute angetroffen haben, die sich an diesen Bildern, wie wir, sicher auch erfreuen konnten.

Das goldene Haus

Goldenes Haus
Um es gerade klar und deutlich zu sagen: Nein, hier wohne ich leider nicht – es wäre eine schöne und vor allem auch sehr ruhige Ecke direkt am Waldrand und es führt nur eine kleine Naturstrasse vorbei, also ist da wohl kaum viel Verkehr. Wir sind heute auf unserem Rundgang bei diesem Haus vorbei gekommen mit diesem wunderschönen Baum, der auf der Südseite wächst und der sich wirklich farbig herausgeputzt hat. Es muss ein Apfelbaum sein, am Boden liegen nämlich noch viele Früchte. Die Farben haben heute auch ohne direktes Sonnenlicht aufgeleuchtet und diese Landschaft hier verzaubert. Es war wieder so deutlich und ich habe es schon oft geschrieben. Wir kennen die Gegend ja gut und trotzdem entdeckt man jeden Tag irgend was Neues oder findet eine veränderte Sicht – das macht das Unterwegsein in der Natur immer so spannend.

Einzigartiges Geschenk

natur
Nichts als Natur
Es ist im Herbst ja immer wieder so erstaunlich und gleichzeitig spektakulär, wie die Natur uns noch vor dem kalten und oft trüben Winter mit so viel Farben versucht aufzuheitern. In diesen komischen Zeiten ist es mir noch um so wichtiger. Wo man hinblickt, einfach nur ein prächtiges Schauspiel, das es nach Möglichkeit doch lohnt, etwas länger zu geniessen. Dieses farbenfrohe Geschenk ist ja nur sehr kurzfristig und bald sind die Blätter von den Bäumen und Büschen weg geweht – die nächste Wetterfront wird nicht lange auf sich warten. Der Fussmarsch heute ging nicht über eine sehr weite Strecke, aber es war schlicht eine Freude. So nimmt man Geschenke gerne in Empfang.

Wie aus dem Bilderbuch

Aus dem Bilderbuch
Der heutige Tag war fast wie aus dem Bilderbuch und es wäre auch ein Tag gewesen, der auf den Prospekten für den Tourismus gut hätte verwendet werden können. Es gab strahlenden Sonnenschein, tief blauer Himmel mit weissen Tupfern durch ein paar wenige Wolken und natürlich immer noch leuchtende Herbstfarben. Zwar ist viel Laub gestern beim Regen gefallen, aber es hat noch genügend, um die Bilder immer noch sehr bunt zu färben. So haben wir uns auch für ein paar Schritte an der frischen Luft aufgemacht und es hat sich mehr als gelohnt. Es reichte sogar noch für einen kurzen Schwatz mit dem Nachbar, der gerade seinen Hund spazieren führte. Ein wundervoller Tag also, der für Abwechslung gesorgt hat.

Der Kirschbaum neben dem Haus

Kirschbaum
Eigentlich muss man gar nicht weit gehen, um die prächtigen Farben zur Zeit zu bewundern. Es reicht ja schon der Blick aus einem der Fenster (klar sind wir heute auch noch etwas gewandert, das gehört einfach dazu). Der Kirschbaum, der auf der Ostseite des Hauses wächst, strahlt mit seinen gelben und orangen Tönen ins Zimmer – richtig wohlige Atmosphäre wird da von draussen ins Zimmer geweht. Und wenn dann noch die Sonne in die Blätter scheint, dann kann die Foto diese Intensität gar nicht mehr wirklich wiedergeben. Leider bleibt uns dieses Bild nicht über Tage, unterdessen ist auch der Föhn wieder stärker geworden und so werden die Herbstblätter bald wegfliegen.