Kröten und Frösche

Achtung Frosch
Auch hier wieder ein untrügliches Zeichen für den Frühling, wenn beim grossen Teich die Warntafel montiert wird. Es ist jedes Jahr erstaunlich, wie viele Frösche und Kröten sich auf den Weg zu diesem Gewässer machen und natürlich auch über die kleine Strasse kriechen. Die Zahl ist offenbar so gross, dass diese Wanderung zum Laichgewässer synchron geschieht. Das Gequacke und all die anderen Geräusche ist dann jeweils schon von weitem zu hören. Hier sind die Autofahrer also gewarnt, hier auf diese kleinen Lebewesen besonders Acht zu geben und langsam und vorsichtig zu fahren. So gegen den Sommer hin wird die Tafel dann jeweils wieder entfernt und wartet auf ihren Einsatz im nächsten Frühling.

In alle Richtungen

Alle Richtungen
Hier an dieser Stelle geht es fast in alle Richtungen. Wir waren heute auf dem „gelben“ Weg, auf dem Wanderweg unterwegs. Es war einmal mehr ein schöner Rundgang während mehr als zwei Stunden mit vielen Ausblicken und Eindrücken. Noch immer findet man an schattigen Orten Schneefelder und wo dieser vor ganz kurzer Zeit geschmolzen ist, viele kleine weisse Krokusse. Auch heute waren wir fast alleine unterwegs, wir haben etwa fünf Personen in dieser Zeit angetroffen. Dabei war auch ein Paar mit einem riesig grossen Berner Sennenhund, der und mit grossen Augen aufmerksam gemustert hat, aber sehr freundlich wirkte. Da man jetzt Abstand halten muss, hat man sich nur kurz gegrüsst und hat dann den eigenen Weg fortgesetzt. Der „violette“ Weg wäre bei der Abzweigung im Bild der Winterwanderweg gewesen. Da der Winter aber nun zu Ende ist, werden diese Markierungen sicher in den nächsten Tagen entfernt werden.

Das Rauschen beruhigt

Der heutige Beitrag nach der zweistündigen kleinen Wanderung kommt einmal ohne Bild. Es war beim Start eh ziemlich grau in grau und kurz vorher hatte es noch leicht geregnet. Zwar war die Kamera mit dabei. Aber statt dessen versuche ich nun, ein Tondokument einzufügen. Wir haben heute verschiedene kleine Bäche angetroffen. Die einen führen viel, die anderen wieder weniger Wasser, aber jeder rauscht und murmelt sein Lied in die Landschaft. Meine gute Audio-Ausrüstung hatte ich leider nicht dabei, darum musste ich mich mit dem Smartphone begnügen. Das kann aber immerhin eine einigermassen passable Qualität im wav-Format aufzeichnen.
Wie immer wieder zu beobachten ist, es beruhigt sehr, wenn man eine Weile dem Rauschen zuhört. Es wirkt sehr meditativ und so beginnen die Gedanken zu wandern. Wenn man ganz gut hinhört, ist es kein monotones Geräusch, es wirkt sehr lebendig, abwechslungsreich und interessant. So sind wir da an dieser Stelle und noch an verschiedenen anderen eine ganze Weile stehen geblieben.

 

Zum Wasser hin

Kröte am Teich
Auch heute sind wir auf unserer kleinen Wanderung den vielen Zeichen des Frühlings begegnet. Eigentlich hatte ich einen Weidestrauch mit seinen silbernen Weidekätzchen (Wydebüsseli auf Schweizerdeutsch) für ein paar Fotos gesucht, aber auf ganzen Weg über Felder und durch kleine Wälder nirgends gefunden. Vielleicht ist es noch zu früh oder wir haben einfach nicht richtig geschaut. So erfreuten wir uns an der farbigen Blütenpracht der verschiedenen Frühlingsblumen an auch ganz ungewohnten Stellen. Beim grossen Teich sprang mir plötzlich eine braun-rote Kröte über den Weg. Sie suchte den Weg durch die nun schon sehr trockenen Uferpflanzen zum Wasser. Ich musste mich beeilen und meinen Fotoapparat zücken. Bevor er ins kalte Nass – das Wintereis ist jetzt geschmolzen – hüpfte, konnte ich noch schnell ein Bild machen.

Warten auf den Frühling

Warten auf den Frühling
An vielen Orten links und rechts des Weges beginnt es zu grünen, die Wiesen bekommen langsam einen etwas intensiveren Farbton gegenüber dem braun-grau des Winters. Huflattich, Primel, Krokusse und Schlüsselblumen sind jeden Tag mehr zu finden und sie bringen nochmals einen anderen, einen bunten Farbton in die Landschaft. Doch die Bäume und Büsche müssen sich noch etwas gedulden, zur Zeit herrschen auch ziemlich tiefe Temperaturen und in der Nacht gibt es sogar Frost. Doch wenn man die Äste von Nahem betrachtet, wird bald klar, dass es nicht mehr sehr lange gehen kann – die Triebe sind bereit und ein paar schöne und warme Tage werden da bestimmt nachhelfen, dass sie ausbrechen. Dann wird der Frühling auch auf dieser Höhe noch deutlicher sichtbar. Die Bilder der Natur sind zur Zeit ja sehr wichtig – schön, wenn man noch unterwegs sein kann.

Alles fliesst

Alles fliesst
Unterdessen ist an vielen Orten der Schnee geschmolzen und man findet nur noch selten ein paar Schneeflächen auf dieser Höhe, auf der wir heute unterwegs waren. Dafür führen die Bäche und Suonen jetzt viel Wasser und es rauscht und tost überall. Es ist sehr entspannend, diesen Wasserläufen entlang zu gehen und den verschiedenen Geräuschen zuzuhören. In dieser schwierigen Zeit ist es doch äusserst wichtig, zwischen hinein den Kopf wieder lüften zu können und auf andere Gedanken zu kommen. Wenn dann auch noch der Sonnenschein mitmacht, um so besser. Alles fliesst – hoffen wir auf die Zeit „danach“ und dass dies nicht in all zu langer Zukunft liegt.

Raus an die Sonne

Sonnige Wanderung
Das wunderschöne sonnige und bereits warme Wetter heute lockte uns trotz allem aus dem Haus und wir durchstreiften die Natur fast 3 Stunden. Der Frühling ist jetzt überall dominant, ein paar weisse Flecken haben wir aber an schattigen Orten noch gefunden. Das Eis auf dem Teich wehrt sich noch, bis es dann bald ganz geschmolzen ist. Entgegen den Erwartungen waren wir praktisch alleine unterwegs. Da man beim Treffen auf andere Wanderer nicht stehen bleibt und höchstens einen kurzen Gruss von weitem (mind. 2 Meter) wechselt, scheint mir das in der momentanen Situation ja auch kein Problem zu sein. Auf dem Rückweg haben wir dann noch einen neuen Weg oder besser, eine neue Abkürzung gefunden, die zwar sehr steil den Hang hinunter führt. Dank dem Kartenstudium von gestern war es gut zu finden. So kann man nämlich die langweilige Strasse, die auch jetzt noch öfters von Autos befahren wird, umgehen und ist viel schneller beim Haus.

Tauwetter hat eingesetzt

Tauwetter
Gestern noch lang anhaltender Schneefall und Nebel, heute dagegen nun purer Sonnenschein, blauer Himmel und Temperaturen weit über 10 °C. So schnell kann sich das Wetter im März hier oben ändern. Das Tauwetter hat eingesetzt und der Schnee schmilzt sehr schnell und hinterlässt viel Wasser mit grosse Pfützen und kleinen Bächen. Diese suchen sich überall einen Weg nach unten und viele Pfade sind jetzt völlig unter Wasser gesetzt. Da muss man sich seinen Route schon gut wählen, um nicht völlig nasse Schuhe zu kriegen. Und die nächsten paar Tage soll die Temperatur immer noch hoch bleiben – da wird von der weissen Pracht bald nichts mehr übrig bleiben. Die Frühlingsblumen werden also bald wieder für farbige Tupfer in den braun-grünen Wiesen sorgen.

Nebelwanderung

Nebel
Nebel
Im Nebel und Schneegestöber
Es ist wie immer – draussen ist das Wetter nicht wirklich schön und man hat enorm viel Mühe, sich von der warmen Stube zu verabschieden und sich auf den Weg zu machen. Doch wenn man dann mal unterwegs ist, wandelt sich alles und es wird der besonderen Situation entsprechend sehr schön. Auch die heutige Nebelwanderung im Schnee war einzigartig. Man sah nicht wirklich weit. Die etwas weiter entfernten Bäume und Büsche verschwammen im weissen Nebelschleier und darum zeichnete die Nähe um so stärker.  Ich versuchte die Stimmung mit der ganz einfachen Kamera einzufangen. Mit der teuren Kamera, die heute nicht dabei war, wäre das wohl viel besser gelungen. Es war ein eindrücklicher Nachmittag in einer eigentlich bekannten Umgebung wieder mit ganz neuer Sicht.

 

Die berühmte Morgenstund

Märchenlandschaft
Das war vorgestern so ungefähr um halb acht am Morgen. Während der Nacht hatte es fast ununterbrochen geschneit und gegen Morgen, als wir schon unterwegs waren, klarte der Himmel auf. Nachdem die Sonne hinter den Bergen hervor gekommen war,  erstrahlte eine wunderschöne Märchenlandschaft – sie war schlicht perfekt. So ein Bild hatte ich den ganzen Winter über noch nie gesehen. Erstaunlich, dass so etwas noch Anfang März geschehen kann. Wir konnten uns fast nicht satt sehen und weitergehen. Die Fotokamera hatte viel Arbeit, um die wundervolle Szene festzuhalten, denn sie war nur von kurzer Dauer. Gegen Mittag fiel der Schnee wieder von den Ästen. Der tolle Eindruck bliebt uns aber erhalten – auch dank den Fotos.